{"id":829,"date":"2025-05-31T20:27:14","date_gmt":"2025-05-31T20:27:14","guid":{"rendered":"https:\/\/pywi.ch\/?p=829"},"modified":"2025-05-31T20:27:14","modified_gmt":"2025-05-31T20:27:14","slug":"mein-anfang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pywi.ch\/index.php\/2025\/05\/31\/mein-anfang\/","title":{"rendered":"Mein Anfang"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Grafikatelier wo ich 1981 arbeitete war eine Mitarbeiterin, die gerade einen Kurs f\u00fcr Scherenschnitt belegt hatte. In der Mittagspause sassen wir oft beisammen im B\u00fcro und sie begann zu schnippseln. Diese Technik faszinierte mich und so versuchte ich es auch. Da ich noch keine richtige Scherenschnittschere hatte begn\u00fcgte ich mich vorerst mit der normalen grossen Schere. Entsprechend grob und ungelenk wurdn die ersten Versuche.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"887\" height=\"659\" src=\"https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1_bilder.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-785\" srcset=\"https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1_bilder.jpg 887w, https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1_bilder-300x223.jpg 300w, https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1_bilder-768x571.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 887px) 100vw, 887px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"border-style:none;border-width:0px\">Aber diese Versuche machten mich neugierig auf Weiteres und ich erstand mir eine einfache krumme Nagelschere. Mit dieser Schere schnitt ich dann das Herzbild in der Mitte. Und je l\u00e4nger ich schnitt und \u00fcbte, umso filigraner und vielf\u00e4ltiger wurden meine Schnitte. Jedes fertige Werk spornte mich an, ein Neues zu beginnen. Ich arbeitete zu der Zeit 100% und es kam schon mal vor, dass ich abends anfing und morgens die Schere weglegte und zur Arbeit ging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"border-style:none;border-width:0px\">Mit dem besseren Schneiden musste auch eine bessere Schere her. Bei einem Messer- und Scherenh\u00e4ndler in Bern erstand ich mir eine Scherenschnittschere. Etwas sp\u00e4ter kaufte ich von Ernst Oppliger eine <a href=\"https:\/\/ernst-oppliger.ch\/produkt\/scherenschnitt-schere-kopie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">kleine Schere<\/a>, mit der ich wunderbar zurechtkam. Von da an war ich nicht mehr zu halten. In jeder freien Minute zeichnete und schnitt ich schwarzes Papier. Die Sujets waren vorwiegend Kinder und Tiere. Zu Alpaufzug und Landwirtschaft hatte ich keine Beziehung und so gab ich innere Bilder wieder. Sie widerspiegelten meine Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach Frieden und Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine ersten Ausstellungen folgten und ich stellte voller Freude meine ersten grossen Bilder unter dem Namen Pia Gabriele Rupp aus. Es war eine totale \u00dcberraschung, denn ich verkaufte fast alle Bilder. Weitere Ausstellungen folgten und ich wurde angefragt, ob ich nicht Kurse geben m\u00f6chte. So gab ich privat, in der Migros Klubschule und bei der Volkshochschule Kurse f\u00fcr Scherenschnitt. Es sind heute einige meiner Sch\u00fclerInnen bei den Schweizerischen Scherenschnittausstellungen vertreten und das freut mich nat\u00fcrlich sehr. Ein paar Jahre konnte ich sogar vom Scherenschnitt und den Kursen leben. Es war eine wunderbare Zeit und ich m\u00f6chte sie nicht missen. Scherenschneiden ist fast wie Meditation. Man ist mit den Gedanken bei sich und denkt sich in die Szene hinein, gibt der Geschichte die man erschafft Leben. Und der Moment, in dem man dann so ein Werk entfaltet ist unbeschreiblich. Oft sass ich l\u00e4ngere Zeit vor dem offenen Bild und habe alle Gedanken, die ich beim Bearbeiten gedacht hatte noch einmal erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich heute, wo ich nicht mehr so viel die Schere in die Hand nehme meine damaligen Bilder anschaue, so erinnere ich mich manchmal, was ich bei welchem Bild zu dieser Zeit erlebt habe. Jedes Bild ist irgendwo ein Teil von mir, hat seine eigene Geschichte. Sei es, dass es noch in der Nacht vor einer Ausstellung fertig wurde, oder weil ich es f\u00fcr einen bestimmten Menschen gemacht habe, oder weil es eine besonders gelungene Szene enthielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hoffe, dass vielleicht auch die Besucher meiner Website noch ein bisschen davon in meinen Bildern entdecken k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Bilder, die ich zeige sind verkauft oder verschenkt und ich habe nur noch Fotokopien oder Fotos davon. Leider hatte ich damals auch noch nicht so eine gute Fotokamera und manche Bilder sind unscharf. Darum m\u00f6chte ich mich schon vorab \u00fcber die manchmal schlechte Qualit\u00e4t der Bilder entschuldigen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:32% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"500\" src=\"https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/stoeckli.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-803 size-full\" srcset=\"https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/stoeckli.jpg 350w, https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/stoeckli-210x300.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oster M\u00e4rit<\/strong><br><em>24., 25., 26. M\u00e4rz 1983<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine sch\u00f6ne erste Ausstellung, die in dem heimeligen St\u00f6ckli in Th\u00f6rishaus stattfand, welches Jahre sp\u00e4ter mein Atelier und Bastelgesch\u00e4ft werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"353\" src=\"https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/worb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-806\" style=\"width:292px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/worb.jpg 500w, https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/worb-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Restaurant Schmutz in <\/strong><br><em>26. Juli \u2013 25. August 1983<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein erstes gr\u00f6sseres Bild wurde zu dieser Ausstellung in Worb fertig und ich freute mich wie ein Honigkuchenpferd.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pywi.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/karte_lausbubenstreiche_w.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Grafikatelier wo ich 1981 arbeitete war eine Mitarbeiterin, die gerade einen Kurs f\u00fcr Scherenschnitt belegt hatte. 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